Chlor

Bedeutung

Chemisches Element und Bleichmittel — bekannt aus Schwimmbädern, Wasserwerken und dem Geruch, der einem entgegenkommt, bevor man etwas gesehen hat.

Beispiel

„Schon an der Umkleide roch es nach Chlor.“

Bild im Kopf

Wer Chlor sagt riecht ihn schon. Schwimmbad und (zumindest gewollte) Hygiene. Um Chlor buchstäblich weit von der übelriechenderen Kloake und dem Klo fern zu halten, schreibt man ihn mit Ch. Was ein bisschen komisch wirkt. Wobei, es schreibt sich ja auch Chlamydien.

Das Ch stammt hier eben aus dem Griechischen: chlōrós bedeutete „gelbgrün“ — passend zu dem Gas, das sich nicht gerade diskret in der Landschaft verteilt. Im Deutschen wurde aus dem griechischen Laut ein schlichtes K. Klor wäre also ehrlicher, sähe aber aus wie ein Reinigungsmittel, das man im Baumarkt neben dem Abflussfrei findet.

Was man im Pool riecht, ist übrigens Streng genommen meist nicht das Chlor selbst, sondern Chloramine. Sie entstehen, wenn Chlor mit Stoffen reagiert, die Badende nun einmal mit ins Wasser bringen. Der vertraute Duft ist also am Ende doch kein Zeichen besonderer Sauberkeit, sondern gewissermaßen das Protokoll einer chemischen Begegnung.