stemmen (etwas)

Bedeutung
Eine Herausforderung mit großer Anstrengung meistern.
Beispiel
„Als Alleinerziehende auch noch einen Vollzeitjob zu stemmen, ist fast unmöglich.“
Wer etwas stemmt, trägt es nicht bloß. Das Wort verlangt nach Widerstand: Man drückt sich mit ganzer Kraft gegen eine schwere Last, als müsse ein widerspenstiger Baumstamm in die Luft oder wenigstens aus dem Weg.
Bei einer gestemmten „Herausforderung“ ist das besonders aufschlussreich. Sie wird sprachlich nicht einfach erledigt, sondern körperlich bearbeitet: Knie durchgedrückt, Rücken angespannt, die Arme zittern bereits leicht. Ein Vollzeitjob, ein Umzug und zwei kranke Kinder erscheinen plötzlich als eine einzige gigantische Hantel, an der noch ein Aktenordner baumelt.
Das passt zur eigentlichen Verwendung von stemmen: Man kann sich auch gegen etwas stemmen, etwa gegen eine Tür oder einen umstürzenden Schrank. Wer sein Leben „stemmt“, hält also nicht nur viel aus — er verhindert nebenbei, dass alles zusammenfällt. Und kann mit Recht stolz auf sich sein, und den Sound zu du bist gut genug auf sich selbst beziehen.