freilich
Bedeutung
Gewiss, natürlich — oft mit einem leisen „aber“ im Gepäck; ein zustimmendes Zugeständnis, bevor der Einwand kommt.
Beispiel
„Freilich hätte man das früher klären können.“
Bild im Kopf
Freilich klingt nach gemütlicher Zustimmung, wie sie nur auf dem bayrischen Land zu Hause ist. Man hört die Kuhglocke, riecht das Heu, und spürt: hier gilt das Wort noch etwas.
Ursprünglich bedeutete freilich tatsächlich so etwas wie „freiwillig“ oder „gern“. Es geht auf mittelhochdeutsch vrīlīche zurück: frei, bereitwillig, ohne Zwang. Aus diesem freiwilligen Einverständnis wurde mit der Zeit ein bestätigendes „natürlich“.
Freilich ist damit eines der wenigen urdeutschen Worte, die wohliges Miteinander verkörpern: na klar, da bin ich dabei, wir machen alle mit! So klappt es auch mit dem Nachbarn.