Pfiff

Illustration zu Pfiff
Bild im Kopf, wörtlich genommen.

Bedeutung

Kurzer, heller Ton durch die Lippen oder eine Trillerpfeife — Signal, Kommentar, manchmal auch Finesse („mit Pfiff“).

Beispiel

„Ein scharfer Pfiff stoppte das Spiel.“

Der Pfiff ist ein Wort, das seinen Dienst schon beim Aussprechen erledigt. Pfiff — erst presst es sich durch die Lippen, dann ist es auch schon vorbei. Kein Wort macht sich so schnell wieder vom Acker. Es klingt nach Luft in einer schmalen Ritze und nach dem abrupten Ende jeder Diskussion auf dem Fußballplatz.

Dabei bezeichnet der Pfiff nicht das Werkzeug, sondern das Ergebnis: Ob Schiedsrichterpfeife, zwei Finger im Mund oder empörter Zuschauer — entscheidend ist der helle Ton, der allen mitteilt, dass jetzt etwas besonderes los war. Daher kann man auch Speisen einen raffinierten Pfiff mitgeben, den man zwar nicht hört, als geschmackliche Note aber hoffentlich genie0en kann.

Wer häufiger so raffinierte Ideen hat, nicht nur beim Kochen, ist dagegen pfiffig. Damit das jeder mitbekommt, sollte das auch äußerlich erkennbar sein: ein aufgeweckter Wirbel im Haar, eine pfiffige Brille - nur eine Pfeiffe braucht es dafür nicht.